Zeitung Heute : Rückkehr-Tipps von Berufsberaterin Elke Schumacher aus Gütersloh (Interview)

Beate Henes-Karnahl

Zunehmend wollen Frauen nach der Erziehungsphase zurück in den Beruf. Wie wird der Wiedereinstieg erfolgreich?

Die erste Voraussetzung ist der eigene Wille, brachliegende Potenziale zu aktivieren.

Was verstehen Sie darunter?

Frauen, die nur mit dem Gedanken an den Wiedereinstieg schäkern, aber nicht die feste Absicht haben, die vorhandenen Hürden zu überwinden, sind besser in Ikebana-Kursen oder Fitness-Studios aufgehoben. Die Organisation von Familie, Haushalt und Berufstätigkeit verlangt Willen und Disziplin.

Was braucht es noch?

Ganz unbedingt die Notwendigkeit. Sie kann kann das Geld sein, also "ich will mein eigenes Geld verdienen" oder genauso die innere Notwendigkeit "ich will meine beruflichen Fähigkeiten wieder nutzen".

Sind Wille und Notwendigkeit die wesentlichen Voraussetzungen?

Diese beiden Faktoren machen erst die Hälfte aus: Hinzu kommen müssen noch umfassende Ressourcen und eine Vernetzung.

Welche Ressourcen und welche Art Vernetzung benötigen die Wiedereinsteigerinnen?

Die Frauen brauchen Zeit für die Planung des Wiedereinstiegs und Energie, denn mit der Rückkehr in den Beruf ändert sich nicht nur das Leben der jeweiligen Frau, sondern es wirkt in ihr ganzes soziales Umfeld. Ohne Netzwerke ist die Wiedereinsteigerin aufgeschmissen, denn allein kann sie das Neue wohl kaum bewältigen.

Welche Tipps haben Sie?

Sind die Voraussetzungen Wille, Notwendigkeit, Ressourcen und Vernetzung gegeben, kann ein Brainstorming gemacht werden. Es folgt die Planung und im dritten Step wird realisiert.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben