Zeitung Heute : Ruhm und Ehre

Der Tagesspiegel

Preußen ist untergegangen. Unsere Serie zeigt, wo der Name noch lebendig ist.

Wo es sich anbot, haben die Hohenzollern nach antikem Vorbild öffentliche Bauten mit Inschriften geschmückt, die sie als Verteidiger des Glaubens, Kriegshelden und Mäzene verherrlichen. Die wohl längste Bauinschrift schmückt das Zeughaus Unter den Linden. Friedrich der Große war wesentlich zurückhaltender. Er widmete seine Oper, die heutige Staatsoper Unter den Linden, schlicht „Apoll und den Musen". Des Alten Fritzen Großneffe, König Friedrich Wilhelm III., macht mit einer besonders auffälligen Bauinschrift am Alten Museum auf sich als Gründer der Museen und Förderer der Künste aufmerksam. Auf der Museumsinsel findet man weitere Widmungen, so an der Alten Nationalgalerie DER DEUTSCHEN KUNST MDCCCLXXI. Die Jahreszahl 1871 ist irreführend, ein politisches Datum, das sich auf die unter dem Preußenadler vollzogene Reichseinigung bezieht. Wer durch die Stadt geht, findet weitere Bauinschriften, so am Französischen Dom mit den Worten GOTT ZUR EHRE DER GEMEINDE ZUM SEGEN UNTER DEM SCHUTZE DER HOHENZOLLERN ERBAUT 1705. ERNEUT (sic) 1905. casp

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