SAFRAN : Kostbares Gewürz – und Liebesmittel

Ebenfalls zu den Herbstblühern gehört der Safran-Krokus (Crocus sativus), jene Art, die schon bei den Phöniziern als Gewürz bekannt war und ihnen einen Teil ihres Reichtums bescherte. Farbe und Duft ließen den Safran zum wichtigsten Gewürz römischer Chef- köche werden und die Griechen benutzten ihn sogar als Liebesmittel. Bis ins

Mittelalter hinein blieb die Meinung

erhalten, dass Safran die „sinnliche

Begierde der Weibsleut anstacheln“ könne.

Nach Spanien kam der Safran durch die Mauren, und erst die Kreuzritter sorgten auch nördlich der Alpen für seine Verbreitung. Sein Ruf als Gewürz eilte ihm schon lange voraus, und nun begann vor allem in Spanien die Kultur des Safrans im großen Umfang.

Noch heute gibt es dort ausgedehnte Safran-Kulturen, denn für ein Kilo

Gewürz benötigt man immerhin 5000 bis 8000 Narben. Die Blüten sind schieferblau bis kräftig violett gefärbt und erscheinen von September bis November. Kennzeichen sind die großen roten und weit heraushängenden Narben, aus

denen das begehrte Kuchen-Gewürz gewonnen wird. T.W.

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