SAISONERÖFFNUNGEgmont, Salsa und James Bond : Himmelhoch jauchzend

Antje Horn-Conrad

Als Ludwig van Beethoven vom Wiener Burgtheater beauftragt wurde, zu Goethes „Egmont“ eine Schauspielmusik zu komponieren, soll er aus Bewunderung für den Dichter ohne zu zögern angenommen und sogar auf sein Honorar verzichtet haben. Besonders die Ouvertüre zum Trauerspiel um den Grafen Egmont, der im spanisch-niederländischen Krieg seine Freiheitsliebe mit dem Leben bezahlt, hat sich auf den Konzertpodien als eigenständiges Orchesterwerk behauptet.

Zum Auftakt der Konzertsaison im Nikolaisaal spielt die Kammerakademie Potsdam unter der Leitung ihres Chefdirigenten Michael Sanderling die gesamte Schauspielmusik. Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hans Otto Theaters (Foto), übernimmt die Rezitation des Goethischen Textes. Und Sopranistin Caroline Melzer singt die für die Rolle des Klärchens komponierten Lieder, darin das zum geflügelten Wort gewordene „Himmelhoch jauchzend, zu(m) Tode betrübt“.

Nach ernstem Einstieg lädt der Nikolaisaal am zweiten Tag des Eröffnungswochenendes zum Salsafest. Tania Maria, die Grande Dame der brasilianischen Musik, interpretiert einige der bekanntesten Lieder ihrer Heimat. Ein Stilmix aus Jazz, Samba und Bossanova, bei dem es schwerfallen wird, in den Sesseln zu verharren. Um so ausgelassener darf anschließend zur Musik der kubanischen Salsaband Sonido Tres auf der Straße getanzt werden. Am dritten Eröffnungstag schließlich spielt das Babelsberger Filmorchester Musik aus James Bond- Klassikern wie „Goldfinger“ und „Thunderball“. Antje Horn-Conrad

Nikolaisaal, Fr 29.8., 20 Uhr, Sa 30.8., 19.30 Uhr und So 31.8.,

20 Uhr, 8-26 €

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