Zeitung Heute : Sasha Waltz, Choreographin

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

-

WAS ICH MAG

1. Beim Aufwachen: Vom Lachen meiner Kinder

geweckt zu werden.

2. Zu Hause: Nach Gastspielreisen im eigenen Bett schlafen; bei einer Tasse Tee am Schreibtisch sitzen.

3. Auf der Bühne: Wenn im Theater das Licht ausgeht.

4. An der Berliner Schaubühne: Die klare und strenge Architektur – eine Leere, die es zu füllen gilt.

5. Am Tanz: Dass er Gefühl und Verstand erreicht.

6. An Choreographie: Die Verbindung von

Natürlichkeit und Strenge, den Fluss der Bewegung.

7. An Oper: Die Zusammenführung der Künste zu

einem Ganzen – Musik, Sprache und Tanz.

8. An meinem Leben: Dass ich als Künstlerin meine Träume verwirkliche.

9. Ein Satz, den ich gerne öfter hören würde:

„Bravo, tolle Mama!“

10. Und sonst…:Lesen – wenn ich Zeit habe.

WAS ICH NICHT MAG

1. An meiner Arbeit: Keine Freizeit und

der permanente Stress.

2. Zu Hause: Ein klingelndes Telefon.

3. Auf der Bühne: Naturalistisches Sprechtheater.

4. An der Berliner Schaubühne: Das hierarchische

System.

5. Am Tanz: Allem Erfolg zum Trotz: das Fehlen einer konsequenten kulturpolitischen Unterstützung.

6. An Choreographie: Wenn sie in Perfektion erstarrt und der Mensch dabei verschwindet.

7. An Oper: Starkult statt Ensemblearbeit, eine

gewisse Verschwendungssucht.

8. An meinem Leben: Zu wenig Zeit für meine Kinder.

9. An Berlin: Berlin spart genau an der falschen

Stelle: bei Bildung und Kultur.

10. Und sonst…: Arroganz, Machtmissbrauch,

Ungerechtigkeit.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben