Zeitung Heute : Schädelspalter

Helmut Schümann

Ein Mann wird bestialisch ermordet, aufgefressen von Vielfraßen. Man ahnt: Es war nicht schade um ihn. Ein Nobelpreiskandidat, fast 90 Jahre alt, wird mit einer Metallnadel im Schädel ermordet. Man ahnt: Der Mann hatte ein Geheimnis. Acht Prostituierte verschwinden. Man ahnt: in ein besseres Leben. Ein Kleinkrimineller wird von Stockholms U-Bahn geteilt. Da weiß man fast, dass die junge Dame, die dafür mit geübten Tritten verantwortlich zeichnet, eine Jeanne d’Arc der Prostitution ist. Ein langweiliger Krimi also von Arne Dahl? Aber nein!

Dahls vierter Roman um die Sonderermittler Paul Hjelm und Kerstin Holm, der hinabführt in die schwedischen Verwicklungen in den Nationalsozialismus, reiht sich ein in die Klassiker schwedischer Kriminalliteratur; hinter seinen Vorläufern braucht er sich nicht zu verstecken. Wer die Kondition hat für 411 Seiten, liest „Tiefer Schmerz“ in einer Nacht. Und will den nächsten Fall.


Dieses Buch bestellen Arne Dahl: Tiefer Schmerz. Roman. Aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt und Jan Arnald. PiperVerlag, München. 411 Seiten, 19,90 €.

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