SCHÄUBLES RETTUNGSPLAN FÜR GRIECHENLAND : Stammt das Papier von der Deutschen Bank?

Das ARD-Magazin „Monitor“ berichtete am Donnerstag, das Bundesfinanzministerium habe bei den Plänen zur Griechenland- Hilfe aus Papieren der Deutschen Bank abgeschrieben. Mehrere Vorschläge zur Rettung Griechenlands seien aus einem Papier des Instituts in ein vertrauliches Regierungsdokument übernommen worden. So habe die Deutsche Bank etwa eine Laufzeitverlängerung von Anleihen und eine freiwillige „sanfte Umschuldung“ der griechischen Staatsanleihen durch die Gläubiger vorgeschlagen, berichtete „Monitor“. Vorschläge, wie dies finanztechnisch ablaufen solle, würden sich fast deckungsgleich im Papier des Bundesfinanzministeriums wiederfinden.

Das Finanzministerium wies den Vorwurf zurück. „Diese Unterstellung ist wirklich hanebüchen“, sagte der Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Martin Kotthaus, am Freitag in Berlin. Im Finanzministerium gingen täglich Dutzende Schreiben ein, die ausgewertet oder zur Kenntnis genommen würden. Bei der Deutschen Bank hieß es dagegen lediglich, Gespräche mit Politikern seien „grundsätzlich vertraulich“. dpa

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