Zeitung Heute : Scharfer Rindfleischsalat

… und das Sesamöl dazu

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Von Holger Zurbrüggen Den Rindfleischsalat kochen wir im Restaurant ganz schnell, à la minute. Je nachdem, wie viele Gänge Sie hinterher noch essen, reichen 100 bis 120 Gramm Fleisch pro Person. Ich würde Roastbeef oder Rinderfilet nehmen und es wie Zürcher Geschnetzeltes in feine Streifen schneiden. Die würze ich mit Salz und Currypulver – ich nehme da Madras-Curry, das ist eher blumig und mild –, brate sie in Pflanzenöl scharf an und nehme sie wieder heraus. In derselben Pfanne schwenke ich dann pro Person einen gehäuften Teelöffel Schalottenwürfel, 20 Gramm grob gehackte Erdnüsse und eine frische, klein geschnittene rote Chilischote, die reicht für vier Personen. Dazu kommen noch: ein Zweig frischer gehackter Koriander, ein Zweig gehackte Minze, ein Esslöffel Sesamöl, der Saft von drei Limonen, eine Tasse Gemüsefond oder Bratensaft und ein Esslöffel Sojasoße, Salz, Pfeffer und ein bisschen Zucker. Alles zusammen lasse ich noch einmal kurz aufkochen, runde es mit einem Spritzer Olivenöl ab und gebe es heiß übers Fleisch. Ein paar grob gehackte Erdnüsse drüber streuen, und das war’s schon.

In Asien würde man dazu kein Brot essen, sondern rohes Gemüse. Staudensellerie ist ideal, um die Schärfe etwas abzumildern, oder geschälte Karotten. Wer’s gerne ein bisschen italienisch hat, kann auch Rucolasalat unters Fleisch mischen. Besser wäre natürlich der japanische Mizuna-Salat, der ist nicht so scharf, in Berlin aber selbst im Asialaden leider nur selten zu bekommen.

Holger Zurbrüggen kocht in seinem Restaurant Balthazar am Kurfürstendamm

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