Zeitung Heute : Schaukel-Pfau

Woran hat Fabio Novembre wohl gedacht, als er den Schaukelstuhl „56h“ (Driade) entworfen hat? Vielleicht an eisfarbene Wesen in Grauschattierungen oder hellblau, auf denen die Bewohner eines Fantasielandes reiten? Bestimmt nicht an Schaukelstühle im herkömmlichen Sinne. „56h“ erinnert zunächst eher an ein Kunstobjekt. Wo sich bei Stühlen üblicherweise eine glatte Sitzfläche befindet, ist hier nur ein gebogener Steg – man sitzt also rittlings auf dem Stuhl. So märchenhaft „56h“ auch anmutet, drängt sich doch das Gefühl auf, dass der Sitzende einen außerordentlich guten Sinn für Balance benötigt, kein notorischer Beine-übereinander-Schlager sein darf und es sicher nicht schafft, 56 Stunden lang entspannt auszuharren. abro  

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