Zeitung Heute : "Scheinangebote" zurückgewiesen - Die Fronten verhärteten sich

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Ein Ende des Tarifkonflikts bei der "Sächsischen Zeitung" in Dresden ist nicht in Sicht. Die Verhandlungen sind bislang ohne Ergebnis geblieben. Der Geschäftsführer des Dresdner Druck- und Verlagshauses (DD+V), Mario Frank, hat am Dienstag die umstrittene Ausgliederung von sechs Lokalredaktionen in drei Regionalverlage verteidigt. Das sei "eine grundlegende Sache", DD+V sei entschlossen, den Arbeitskampf mit Unterstützung des Verlagshauses Gruner+Jahr (G+J) "sehr lange durchzuhalten".

Der Deutsche Journalisten-Verband und die IG Medien wiesen die Arbeitgeber-Vorschläge vom Montag als "Scheinangebot" zurück. Danach sollte die weitere Ausgliederung von Regionalverlagen bis Ende 2000 ausgesetzt werden, und den von der derzeitigen Ausgliederung betroffenen Arbeitnehmern eine Ausgleich für die zu erwartende Gehaltserhöhung gezahlt werden. Frank äußerte sich enttäuscht. Komme jetzt von den Gewerkschaften kein Angebot, werde sich DD+V "keinen Millimeter mehr bewegen".

Die SPD, über die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) Minderheitsgesellschafter bei DD+V, hat unterdessen schriftlich zu verstehen gegeben, dass sie keinen tariflosen Zustand wünsche, auch übergangsweise nicht. Dazu sagte Frank, die SPD könne Gesellschafterbeschlüsse nicht rückgängig machen, weil sie dort gar keine Mehrheit habe.

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