SCHINKEL AUF DER BÜHNE„Arkadien – Ich hatte einen Traum“ : Vision und Wirklichkeit

Klaus Büstrin

Als Bühnenbildner schuf Karl Friedrich Schinkel eindruckvoll-malerische Kulissen für Schauspieler und Opern in Berliner Theatern. Nun ist ein Stück geschrieben worden, in dem der berühmte Baumeister selbst die Hauptrolle „spielt“. Der Potsdamer Schauspieler und Regisseur Michael Klemm hat sich des preußischen Architekten, der zugleich auch Maler, Designer und Bühnenbildner war, angenommen. „Die Idee zu dem Theaterstück ist mir bei Spaziergängen durch diese Stadt gekommen, in der man Bauten Schinkels und seiner Schüler auf Schritt und Tritt erleben kann.“

Die Theatertruppe Comédie Soleil wird das Stück „Arkadien – Ich hatte einen Traum“ im Schlosstheater im Neuen Palais uraufführen. Elf Darsteller werden auf der Bühne stehen, darunter Nadja Winter als Königin Luise, Christian Ballhaus und Mehmet Yilmaz als alter und junger Schinkel. Autor Michael Klemm ist zugleich auch der Regisseur. „Ich habe mit dem Stück keine Schinkel-Biografie entwerfen wollen“, erklärt er. „Dem Genie versuche ich eher in einer bildhaften und auch philosophischen Weise nahezukommen.“ Michael Klemm will das bewegende Leben dieses Künstlers atmosphärisch und sehr persönlich erzählen, seine Beziehungen zu Königin Luise, seinem Lehrer und Kollegen Friedrich Gilly oder zu dem Politiker und Gelehrten Wilhelm von Humboldt beleuchten. Eine Art Bilderbogen. „Es ist auch der Versuch, sich dem Denken und Fühlen einer großartigen Epoche zu nähern, die so viele Künstler und Denker hervorgebracht hat und mit viel Inspiration die Welt beflügelte.“ Klaus Büstrin

Schlosstheater im Neuen Palais, Fr/Sa 4./5.7.,

20 Uhr, So 6.7., 16 Uhr, 12-28 €

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