Zeitung Heute : Schnäppchen für Frühbucher

Übers Internet gibt es oft die besten Konditionen.

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Wer zuerst kommt, der fliegt am billigsten. So lässt sich das Konzept der Low-Fare-Fluggesellschaften umschreiben. Bei den beworbenen Tarifen handelt es sich in der Regel um das niedrigste Angebot, das sich schnell um ein Vielfaches steigern kann. Lediglich die Germania-Fluggesellschaft hat einen durchgängigen Festpreis. Ansonsten richtet sich die Kalkulation nach Angebot und Nachfrage.

Ausgeklügelte Computersysteme vergleichen ständig den Buchungsstand der einzelnen Flüge. Je mehr Sitze auf einer Maschine verkauft sind, desto höher ist der Preis. So kann es sein, dass der eilige Geschäftsmann, der am nächsten Tag starten will, für den London-Flug statt 49 mehr als 300 Euro bezahlen muss, räumt Air Berlin-Chef Joachim Hunold ein. Umgekehrt ist es möglich, dass bei geringer Nachfrage Restplätze billiger auf den Markt kommen. Experten haben für die Billig-Airlines einen Durchschnittsflugpreis von 60 bis 70 Euro errechnet.

Wer wirklich zum Schnäppchenpreis starten möchte, der sollte seine Flugreservierung mindestens einen Monat vor Reisebeginn – möglichst noch früher – tätigen und bei den Flugterminen flexibel sein. Denn oft ist es billiger, eine Maschine früher oder später zu nehmen.

Am stärksten frequentiert sind Tagesrandverbindungen sowie Flüge zu Feiertagen. Die geringsten Auslastungen und somit die größten Aussichten auf den Billigtarif gibt es in der Wochen- und Tagesmitte. Bei individuellen Reisegewohnheiten lohnt es sich auch, auf spezielle Sonderangebote zu warten und dann schnell zuzugreifen. So warf die dba im Sommer 10 000 Flugplätze zum symbolischen Preis von einem Euro plus Gebühren auf den Markt.

Computerbesitzer sollten ihre Buchungen per Internet tätigen. Bei dieser Reservierungsform lassen sich Termine und Preise in aller Ruhe von zu Hause aus vergleichen. Und bei manchen Luftverkehrsgesellschaften gelten die günstigsten Tarife nur für Web-Buchungen. So berechnen Buzz, Deutsche BA und Lufthansa wegen des höheren Personalaufwandes für telefonische Reservierungen Aufschläge zwischen fünf und zehn Euro. du-

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