SCHNITTstelle : SCHNITTstelle

Foto: dpa
Foto: dpaFoto: dpa

Immer Party, immer 1400 Gäste, das wird auf Dauer langweilig – findet zumindest das Modelabel Hugo Boss. Sonst bekannt für die opulenteste Party während der Fashion Week, will die Marke in diesem Sommer allein die Mode wirken lassen. Nach der Show am Donnerstag verzichtete Boss deshalb komplett auf die Feierei, bereits im Winter hatte es nur ein Dinner für einen kleinen Kreis von 250 Gästen gegeben. Der Glamourfaktor stimmte dieses Mal trotzdem: Hollywood-Schauspielerin Kate Bosworth war eingeflogen, um neben Promis wie Schauspieler Matthew Goode, It-Girl Poppy Delevigne und Schauspielerin Jessica Schwarz die erste Reihe am Laufsteg zu schmücken. Der war an einem ungewöhnlichen Ort ausgelegt worden, im Erika-Hess-Eislaufstadion im Wedding. Auf große Umbaumaßnahmen wurde verzichtet. Dort, wo sonst die Eisfläche ist, wurde lediglich der weiße Catwalk platziert, auf beiden Seiten jeweils weiße Bänke aufgestellt. Die Models kamen aus einem Eingang heraus, der mit seinem runden Bogen an ein Iglu erinnerte.

Eine passende Location, um die Kollektion zu präsentieren, befand Kate Bosworth: „In der Mode bewegt man sich immer auf ziemlich dünnem Eis“, sagte sie. Gefahr einzubrechen bestand für sie zumindest am Donnerstag nicht. Im kleinen Schwarzen mit keckem Rückenausschnitt konnte sie nichts falsch machen. Auch Schauspieler Anthony Delon, Sohn von Alain Delon, geht lieber auf Nummer sicher: „Ich mag’s simpel, schwarzer Anzug, weißes T-Shirt, perfekt.“ Und sein Kollege Clemens Schick will erst gar nicht modisch gekleidet sein: „Ich finde, das ist ein schwieriger Begriff. Ich hoffe immer, dass ich stilvoll gekleidet bin“, sagte er. Im schwarzen Anzug mit nachtblauem Hemd ganz sicher.

Nach der Show ging’s auf ein Glas Champagner hinter die Bühne, ein kleiner Plausch zwischen Halleneingang und Hochspannungshäuschen. Und jetzt, was anfangen mit dem sonst für die Boss-Party reservierten freien Donnerstagabend? Nach Mitte in die Mädchenschule, wo Mongrels in Common und Liebig zur Installation in den Innenhof und die Galerie Camera Work zur Vernissage geladen hatten. Es regnete. Unter den eigentlich für die Sonne gedachten Schirmen wurde es eng. Die Stimmung: bestens.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!