Zeitung Heute : Schönheit mit Schattenseiten

Maiglöckchen stehen für Liebe und Glück – doch sie sind auch giftig

Die Pflanzen gedeihen gut im Halbschatten, wo sie dichte Teppiche bilden. Foto: dpa-tmn
Die Pflanzen gedeihen gut im Halbschatten, wo sie dichte Teppiche bilden. Foto: dpa-tmnFoto: dpa-tmn

Kaum eine Braut im Mai kommt ohne die weißen, porzellanartigen Blüten im Brautstrauß aus: Das Maiglöckchen ist traditionell ein Symbol für Liebe und Glück. Für Sträuße eignet sich besonders die Sorte „Grandiflora“, empfiehlt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde in Berlin. Deren Blüten sind etwas größer als die der wild wachsenden Sorten, die zudem unter Naturschutz stehen.

Die unverwechselbar duftende Pflanze stellt ihre Schönheit im wahrsten Sinne des Wortes gern in den Schatten: Sie gedeiht am besten an halb schattigen Standorten mit frischem Boden, gern auch an Waldrändern. Da Maiglöckchen dichte Teppiche bilden und eine verdrängende Wirkung haben, empfiehlt der Verband, die Convallaria majalis – so der botanische Name – auch gegen Wurzelunkräuter wie Giersch zu pflanzen.

Wegen der in der Pflanze enthaltenen Glykoside ist das Maiglöckchen zugleich eine Gift- und Heilpflanze, die schon die Mediziner des Mittelalters kannten. Insbesondere bei Kindern im Garten ist aber Vorsicht geboten, da Wurzeln, Blätter und Blüten des hübschen Frühlingsboten allesamt giftig sind. Sie können Übelkeit und Erbrechen, im schlimmsten Fall sogar den Tod durch Herzrhythmusstörungen auslösen. Eltern sollten ihre Kinder auf die Gefahren von Giftpflanzen aufmerksam machen, denn aufgrund ihres geringen Körpergewichts sind sie besonders gefährdet.dpa

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