Zeitung Heute : Schröder kommt am besten weg – online 40 Tage vor der Wahl hat die SPD

den professionellsten Netz-Auftritt

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In der virtuellen Welt kommt Bundeskanzler Gerhard Schröder nach dem Urteil von Fachleuten besser an als sein Herausforderer Edmund Stoiber. Auch seiner Partei bescheinigen Experten den besten und professionellsten Auftritt. Ihre Homepage lag bei einer Untersuchung an der Spitze, knapp vor der FDP.

Sämtliche Bundestagsparteien schnitten bei dem Test besser ab als der Durchschnitt der deutschen Unternehmen. Was Qualität des Layouts, Informationsgehalt und Nutzerführung angeht, gab das Dortmunder Profnet Institut für Internetmarketing in einer Studie für das Wirtschaftsmagazin „Capital“ den Sozialdemokraten 80 von 100 möglichen Punkten. Die Website der FDP folgte mit 78 Punkten. Auf Rang drei mit 72 Punkten landeten die beiden Unionsparteien. Die Grünen kamen nur auf 56 Punkte, die PDS auf 52.

Mit einem Durchschnitt von 68 Punkten bescheinigten die Experten den Parteien professionelle Internet-Auftritte im Vergleich zur Wirtschaft: Bei ähnlichen Tests von rund 10 000 Firmen ermittelte das Institut einen Durchschnitt von nur 36 Punkten.

Noten für die persönlichen Auftritte des Kanzlers und des Kandidaten vergab die Frankfurter Multimedia-Agentur Neue Digitale.

Privatmensch Stoiber

Dabei lag der Amtsinhaber mit einer Bewertung von 1,7 deutlich vor dem Herausforderer mit 2,6. „Wir haben unsere Testmaßstäbe gezielt auf fachliche Aspekte und internet-spezifische Kriterien ausgerichtet, aber bewusst auf eine subjektive Bewertung der politischen Inhalte verzichtet“, erklärte Kreativdirektor Olaf Czeschner.

Bei Design und Layout seiner Internet-Präsenz war Schröders Vorsprung besonders groß, ebenso bei den Mehrwerten und Zusatzfunktionen wie Terminübersichten. Edmund Stoiber kam dagegen in der Kategorie Image bei der Darstellung des Privatmenschen sowie beim Aspekt Authentizität besser weg. „Insgesamt sind beide Online-Auftritte professionell gemacht“, urteilt Czeschner. Einen Mangel aber kreidet er beiden Politikern an: „Weder Gerhard Schröder noch Edmund Stoiber versuchen, auf ihren Internet-Seiten potenzielle Nichtwähler anzusprechen und zum Wahlgang zu motivieren!“AP

Der Vergleich im Internet:

www.spd.de

www.cdu.de

www.csu.de

www.fdp.de

www.gruene.de

www.sozialisten.de

www.gerhard-schroeder.de

www.stoiber.de

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