Zeitung Heute : Schwarze Zahlen in der Shopping-Nacht

Der Tagesspiegel

Charlottenburg. Nach dem verlängerten Einkaufsabend am Karsamstag in der Berliner City-West haben die Organisatoren eine durchweg positive Bilanz gezogen. „Die Händler sind zufrieden, es war tolles Einkaufswetter, und viele Kunden, vor allem Touristen, haben sich sehr positiv geäußert“, sagte Veranstalter Tommy Erbe am Sonntag. Dank einer Sondergenehmigung durften die Händler rund um den Tauentzien ihre Geschäfte bis 20 Uhr öffnen. Erbe wies Kritik des Berliner Bischofs Wolfgang Huber an dem Einkaufsmarathon zurück. Von einem „Jahrmarkt“ zu den Feiertagen könne keine Rede sein. „Wir haben bewiesen, dass es Bedarf für die längeren Öffnungszeiten gibt und werden es am kommenden Sonnabend bei der ,Langen Nacht des Shoppings’ erneut beweisen“, sagte Erbe. Am 6. April öffnen Geschäfte am Tauentzien bis 24 Uhr. „Solche Regelungen helfen uns mehr als beispielsweise die Sonntagsöffnungen zur Tourismus-Börse, wenn die Besucher während der Öffnungszeiten der Geschäfte oft noch auf der Messe sind“, sagte Erbe.

Es gehe den Händlern nicht darum, ihre Läden rund um die Uhr geöffnet zu halten. „Wir brauchen die Flexibilität, in den späten Abendstunden öffnen zu können. Es kann nicht sein, dass der Einzelhändler erst eine Tankstelle eröffnen muss, damit er seine Kunden bedienen kann“, so Erbe.

Ursprünglich war für Sonnabend die 4. „Lange Nacht des Shoppings“ geplant. Nach Kritik von der Kirche war diese Veranstaltung jedoch abgesagt und auf den 6. April verlegt worden. Bischof Huber wandte sich erneut gegen die Verkaufsoffensive zu Ostern. „Eine Shopping-Nacht mit Budenzauber am Karsamstag entspricht diesen Feiertagen ebenso wenig wie vorzeitiges Ostereiersuchen am Karfreitag“, sagte Huber. dpa

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