Zeitung Heute : Schweiz – Südkorea 2 : 0

WM-Stadion Hannover, 23. Juni 2006, 43 000 Zuschauer

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Mehr Rot war selten in einem WM-Stadion. Doch die farbliche Eintracht täuscht, schließlich handelt es sich, anders als bei manch anderer Begegnung am letzten Vorrundenspieltag, um ein echtes K.-o.-Duell – außer die Franzosen setzen in der Parallelpartie gegen Togo bei ihrer Pleitensaga noch einen drauf. Auf den Tribünen geben zunächst die Koreaner den Ton an, mit einem Schlachtruf, der nach „Heja Pingpong“ klingt. Auf Nachfrage behauptet ein koreanischer Kollege, die Leute würden einfach bloß „Korea, Korea!“ schreien. So, so, aber er muss es ja wissen. Auf dem Rasen demonstrieren die Schweizer eisernen Willen, vor allem Philippe Senderos vom FC Arsenal, der eine Flanke dermaßen kompromisslos ins Tor befördert, dass er und sein Gegenspieler sich dabei die Köpfe blutig hauen. Sofort behaupten die Fans aus der Schweiz, sie führen nach Berlin, aber so weit ist es noch lange nicht. Südkorea macht mächtig Druck, auf dem Platz und von den Rängen, fast so, als wäre wieder 2002. Allein, es hat nichts genutzt.Jens Kirschneck

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