Zeitung Heute : Schweizer Kontrolle

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Nach dem Zusammenprall zweier Großflugzeuge ist auch die Schweizer Luftsicherung „Skyguide“ in die Kritik geraten. Und damit rückte auch der gerade vom Schweizer Parlament abgelehnte Staatsvertrag mit Deutschland über eine Begrenzung des Fluglärms wieder in den Vordergrund. Der Schweiz wird seit 40 Jahren das Überwachungsrecht für den Großraum Zürich auch über deutschem Gebiet zugestanden. In den Schweizer Medien wurde am Dienstag die Frage gestellt, warum der für die die Unglücksflüge zuständige Lotse nicht früher reagiert hat.

Offiziell ist für den skyguide-Mitarbeiter und Chef des Area Control Center (ACC) in Zürich, Toni Maag, klar, dass seine Kollegen keine Schuld trifft. Maag musste vor Journalisten aber zugeben, dass die Zeitspanne der ersten Anweisung zum Sinkflug 50 Sekunden vor der Kreuzung beider Flugzeuge nicht gerade ideal gewesen sei. Der Schweizer Verkehrsminister Moritz Leuenberger wies am Dienstag vehement jeden Verdacht zurück, das Unglück könne mit der Übertragung der Sicherungsrechte an die Schweiz zusammen hängen. Er sehe kein Problem der Flugsicherung Deutschland-Schweiz, sagte Leuenberger im Fernsehen. „Ich habe keinen Anlass, irgendwelche Spekulationen zu machen.“ Der Staatsvertrag sieht eine deutliche Beschränkung der Anflüge zum Schweizer Airport Zürich-Kloten über deutsches Gebiet vor. Damit soll der Fluglärm vom Flughafen Zürich über der deutschen Grenzregion gemindert werden. dpa/Tsp

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