Zeitung Heute : Schwerpunkt Wirtschaft

Was private Hochschulen in Berlin bieten – eine Auswahl

Harald Olkus

Prominente Unterstützer und Präsidenten, internationale Abschlüsse, intensives Lernen, großer Praxisbezug und kurze Studienzeiten – damit werben die privaten Hochschulen in Berlin. Die meisten Einrichtungen decken anders als klassische Universitäten eine oder zwei Fachrichtungen ab. In der Regel werden die internationalen Abschlüsse Bachelor (BA) und Master (MA) angeboten. Die Qualität der Studiengänge wird durch die Akkreditierung durch internationale Verbände sichergestellt. So genannte Credits erlauben bei den meisten privaten Hochschulen ein reibungsloses Weiterstudieren an anderen europäischen Hochschulen.

In der vergangenen Woche wurde in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel die exklusive European School of Management and Technology (ESMT) im ehemaligen DDR-Staatsratsgebäude am Schloßplatz eröffnet. Mit Prominenz wirbt auch die OTA Hochschule. Seit September 2005 ist Rita Süssmuth Präsidentin der privaten Hochschule am Ernst-Reuter-Platz. Im Hochschulrat sitzt Edzard Reuter, ehemaliger Daimler-Benz-Vorstand und Sohn des früheren Berliner Bürgermeisters Ernst Reuter. Die Schule bietet international anerkannte Abschlüsse in den Studiengängen Wirtschaft-Business Administration sowie Informations- und Kommunikationsmanagement.

Ebenfalls in Charlottenburg befindet sich die European School of Management (ESCP-EAP). Sie ist die einzige europäische Wirtschaftshochschule, deren Studiengänge transnational angelegt sind. Die dreijährigen Studien Betriebswirtschaft und Master of Business Administration finden je für ein Jahr in Paris, London und Berlin statt. Die Schule betont damit den internationalen und interkulturellen Aspekt. Der Unterricht findet jeweils in der Landessprache statt und wird in jedem Land mit einem Abschluss beendet.

Die Nimbas School hat ihren Stammsitz im niederländischen Utrecht. Sie arbeitet mit Dozenten aus Großbritannien, den USA und Asien. Die Unterrichtssprache ist Englisch. 40 Nationalitäten studieren berufsbegleitend in zwei Jahren für den britischen Masterabschluss der University of Bradford.

Das Studium an dem geisteswissenschaftlichen European College of Liberal Arts (ECLA), auf dessen Lehrplan Philosophie, Kunstgeschichte und Bildungsreisen stehen, dauert zwei Jahre. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2000 betont das ECLA den Wert, unabhängiges Denken in einer internationalen Umgebung zu erlernen. Alle ECLA-Studenten leben in der Einrichtung. Das Touro-College bietet Studenten mit englischen Sprachkenntnissen einen amerikanischen Studiengang in Betriebswirtschaftslehre; das dritte Semester kann auf Wunsch in New York absolviert werden. Der Bachelor-Abschluss wird weltweit anerkannt. Zum BWL-Studium gehören hier geisteswissenschaftliche Kurse.

Bereits seit 1998 bietet das Euro-Business-College Berlin (EBC) internationale Management-Studien in den Bereichen Tourismus, Event, Logistik oder Medien an. Die Studiengänge schließen mit dem Diplom der EMA – European Management Academy und parallel optional mit dem Bachelor of Arts ab. Studenten der EBC Berlin können Auslandssemester in Madrid, London oder Paris einlegen.

Ein „cooles“ Studium, das nichts mit dem anderer Hochschulen zu tun hat, bieten die Pixelapostel. „Learning by doing“ wird in den BA-Studiengängen groß geschrieben, ebenso Teamwork und Kreativität.

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