Zeitung Heute : Schwungvoll

Die Wilmersdorfer putzt sich heraus und Karstadt feiert

Cay Dobberke

Mit „streng reellen Waren, reicher Auswahl und billigster Preisnotierung“ warb einst das Kaufhaus „Graff und Heyn“ an der Stelle, wo heute Karstadt Charlottenburg in der Wilmersdorfer Straße steht. Die Gründung des Vorgänger-Warenhauses im Jahr 1906 ist zurzeit der Anlass für eine große 100-Jahr-Feier. Doch in der Fußgängerzone tut sich noch mehr: An der Ecke Schillerstraße wird gerade das alte Karstadt-Parkhaus abgerissen, der Investor mfi baut dort die „Wilmersdorfer Arcaden“.

Händler in der gesamten Fußgängerzone bereiten sich unterdessen auf den verkaufsoffenen Sonntag am 30. April vor, den der Berliner Senat anlässlich des DFB-Pokalendspiels genehmigt hat. In der Wilmersdorfer Straße öffnen zahlreiche Geschäfte an diesem Tag von 12 bis 17 Uhr.

Damit nicht genug: Am 6. Mai gibt es eine Einkaufsparty der Anlieger. Beim „2. Frühlings-Shopping in der Wilmersdorfer Straße“ laden die Geschäfte bis 24 Uhr zu sich ein.

„Der Aufschwung hier begann mit dem Umbau von Karstadt“, sagt der Apotheker und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Wilmersdorfer Straße, Thomas Bong. Vor sechs Jahren hatte Karstadt sein Haus modernisiert, das einst auch als „Hermann Tietz“ beziehungsweise Hertie bekannt war. Weitere Publikumsmagnete siedelten sich an – darunter große Filialen von Fielmann und Hugendubel sowie das „Kant-Center“ mit Media-Markt, C & A und Peek & Cloppenburg.

Das geplante Center „Wilmersdorfer Arcaden“ soll im Herbst 2007 mit 100 Geschäften öffnen. Obwohl der eigentliche Bau erst im Mai beginnt und bisher nur die Abrissbagger rollen, ist es schon halb vermietet. Die Namen der Mieter verrät der Investor allerdings noch nicht.

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