Zeitung Heute : SCIENCE-FICTION-FORTSETZUNG

Tron: Legacy

Nach einer schönen Exposition findet sich Sam, der Sohn von Kevin aus dem „Tron“-Original, in dessen Computerwelt wieder. Doch die Dinge haben sich seit 1982 geändert. Kevin ist verschollen, seine Firma ist zur seelenlosen Softwareschmiede verkommen. Sam wird gefangen genommen und zu einer Runde Air Hockey gezwungen. Dann taucht Kevin wieder auf – ein bärtiger Jeff Bridges, der sich ständig das Lachen verkneifen muss. Nun beginnt das Zitateraten: Von „2001 – Odyssee im Weltall“ über „Star Wars – Angriff der Klonkrieger“ bis zu Ziggy Stardust wird alles verwurstet. Ein Film von Nerds für Nerds, leider ohne Nerd-Charme. Was tun? Man könnte sich an den grandiosen 3-D-Effekten erfreuen. Aber dazu ist „Tron: Legacy“ zu aufgebläht mit ernsten Themen: Holocaust, ein Gotteskomplex, ein verlorenes Paradies. Missraten. Lutz Göllner

USA 2010, 125 Min., R: Joseph Kosinski; D: Jeff Bridges,

Garrett Hedlund, Olivia Wilde, Bruce Boxleitner

Autor

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