Zeitung Heute : SCIENCE-FICTION

Real Steel

Irgendwie will uns „Real Steel“ weismachen, sein menschlicher Held Charlie Kenton sei ein Loser. Erst indem er – in einem kaum veränderten Amerika des Jahres 2020 – als Trainer eines Roboterkämpfers den Champion besiegt und so die Liebe seines Sohnes gewinnt, wird er von diesem Schicksal befreit. Doch abgesehen von finanziellen Problemen ist Charlie sowieso zu beneiden: Er sieht aus wie Hugh Jackman (nur echt mit Oben-ohne-Szene) und hat eine hinreißende (Ex-?)Freundin (Evangeline Lilly). Komödienspezialist Shawn Levy („Nachts im Museum“) ist nicht der richtige Regisseur für komplexere Fragestellungen, etwa nach der Persönlichkeitsbildung eines rechtlosen Robot- Gladiators. Mehr künstliche Intelligenz hätte diesem harmlosen Popcornspaß gut getan, aber als „Rocky mit Blechbüchsen“ funktioniert „Real Steel“ gut. Unterhaltsam.Jörg Wunder

USA 2011, 126 Min., R: Shawn Levy, D: Hugh Jackman, Evangeline Lilly, Dakota Goyo, Kevin Durand, Hope Davis

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar