Zeitung Heute : Selbstbestimmte Wissenschaft

Finanziert vom Bund und vom Land Berlin – aber unabhängig in der Arbeit

Rund 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen am WZB politische, ökonomische und gesellschaftliche Fragen. Kerndisziplinen sind Soziologie, Politikwissenschaft, Ökonomie sowie Rechts- und Geschichtswissenschaft. In einzelnen Forschungsprojekten arbeiten Ärzte und Psychologen mit. Wichtige Forschungsfelder sind Arbeit und Arbeitsmarkt; Bildung und Ausbildung; Sozialstaat und soziale Ungleichheit; Geschlecht und Familie; Public Health; Industrielle Beziehungen und Globalisierung; Wettbewerb, Staat und Corporate Governance; Innovation, Wissen und Kultur; Mobilität und Verkehr; Migration und Integration; Demokratie und Zivilgesellschaft; Internationale und interkulturelle Konflikte sowie Governance und Recht.

Das WZB ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und wird zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom Land Berlin finanziert. 2008 betrug diese institutionelle Förderung 12, 9 Millionen Euro; die Forschung wurde außerdem mit Drittmitteln in Höhe von 3,8 Millionen Euro verstärkt. Für die kommenden Jahre wurden allein 2008 insgesamt 6,9 Millionen Euro an Drittmitteln beantragt und bewilligt.

Als Institut der sozialwissenschaftlichen Grundlagenforschung entwickelt das WZB die Fragestellungen aus der wissenschaftlichen Diskussion heraus – anders als ein „Think Tank“, der Auftragsforschung betreibt. Die Forschungsergebnisse können für die Praxis relevant sein; gleichzeitig werden Methoden und Theorien weiterentwickelt und an konkreten Themen erprobt. Über die Ergebnisse wird in der Vierteljahreszeitschrift „WZB-Mitteilungen“ kompakt für die Praxis berichtet: für Parlamentarier, Mitarbeiter von Verwaltungen, Unternehmen oder Nichtregierungsorganisationen, interessierte Bürger oder Journalisten.

WZB-Forscher diskutieren regelmäßig in öffentlichen Veranstaltungen über ihre Arbeit. 2009 startet eine neue Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit dem Center for European Studies der Universität Harvard. Den Auftakt macht der Politologe Peter Hall am 25. Februar mit einem Vortrag über Gesundheit und Ungleichheit. Am 24. Februar ist Grünen-Chef Cem Özdemir zu Gast. Mit dem niederländischen Soziologen Paul Scheffer und den Migrationsforschern Klaus Bade und Ruud Koopmans (WZB) diskutiert er über Scheffers Buch „Die Eingewanderten. Die offene Gesellschaft und ihre Grenzen“. Tsp

Mehr Informationen im Internet:

www.wzb.eu/aktuell

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