Zeitung Heute : Selbstbewusst summieren

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Was wird heute wichtig?

Läuft alles wie geplant, werden deutsche Unternehmen Aufträge über mehr als eine Dreiviertel milliarde Euro unterzeichnet haben, wenn sie von der Reise mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am heutigen Sonnabend nach Deutschland zurückkehren.„Die Wirklichkeit ist, dass wir die größte Volkswirtschaft in Europa sind, dass wir der größte Exporteur der Welt sind, das wir ein 82Millionen-Volk sind und dass wir in der Welt deswegen die Rolle einer mittleren Macht zu spielen haben, die ökonomisch etwas anzubieten hat, auf die viele schauen und die sich viele als Partner wünschen“. Von Deutschland werde politisch und ökonomisch mehr erwartet, als das Land sich gelegentlich selbst zutrauen wolle, sagte Schröder am Freitag. Ein selbstbewussteres Auftreten habe nichts mit Großmannssucht zu tun, sondern mit dem Annehmen von Wirklichkeit. Der Kanzler hat die Woche genutzt, für eine engere wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit mit den arabischen Ländern zu werben. Die deutsche Wirtschaft komme in der Region zwar nicht zu spät, ein früheres und stärkeres Engagement wäre jedoch wünschenswert gewesen, sagte Schröder. Die auf der geschäftlichen Seite spektakulärste Station der Kanzler-Reise sollten die Vereinigten Arabischen Emirate sein, von wo aus Schröder heute zurückfliegt. Der Großauftrag für Siemens ist dort abschlussreif. Bei dem Projekt mit einem Volumen von 860 Millionen Dollar, das zur Hälfte auf Siemens entfällt, geht es um die schlüsselfertige Erweiterung eines Kraftwerkes mit Meerwasserentsalzungsanlage. Außerdem soll Rheinmetall Fuchs- Spürpanzer im Wert von 160 Millionen Euro an die Emirate liefern. Auch das Kommunikationsunternehmen Rohde & Schwarz will in den Emiraten einen Abschluss in Höhe von 100 Millionen Euro unterzeichnen. Die deutsche Firma ecmg AG plant, in Kooperation mit der Dubai Bank Fonds in Form von Eigenkapitalbeteiligungen für ausländische Kapitalgeber von 150 bis 250 Millionen Euro aufzulegen, deren Mittel mittelständischen deutschen Unternehmen zufließen sollen. Tsp/Reuters

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