Zeitung Heute : Senatorin will Vivantes nicht verhökern

Der Tagesspiegel

Gesundheitssenatorin Heidi Knake-Werner ist derzeit gegen eine Teilprivatisierung der Krankenhausgesellschaft Vivantes. Jetzt eine Privatisierungsdebatte zu eröffnen, gefährde die Konsolidierung der Krankenhausgesellschaft. Wie berichtet, fordern die Gläubigerbanken von Vivantes, „privates Kapital in das Kerngeschäft“ einzubeziehen. Darüber verhandeln Finanzsenator und die Geschäftsführung von Vivantes derzeit. Intern heißt es aus der Senatsverwaltung, dass man bei einem Einstieg eines Investors in die Krankenhausgesellschaft keinen annehmbaren Preis erzielen würde. Denn noch fährt Vivantes Verluste ein. Erst wenn die Sanierung abgeschlossen sei, könne man ü berlegen, welche Modelle der Weiterführung es gibt. Neben einer Privatisierung sei denkbar, dass man Vivantes in städtischer Trägerschaft belässt und die möglichen Gewinne selbst behält. Die Zeit drängt. Denn der derzeitige Bankkredit über 215 Millionen Euro läuft in den nächsten Tagen aus, bis dahin muss über die Umschuldung entschieden sein. Die Übernahme einer Landesbürgschaft hat der Finanzsenator abgelehnt. Diskutiert werden auch eine Teilprivatisierung und ein Gesellschafterkredit. In der Senatsverwaltung befürchtet man, die Krankenhausmitarbeiter könnten durch die Privatisierungsdiskussion verunsichert werden. In der kommenden Woche stehen in allen Kliniken Personalversammlungen an. I.B.

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