Zeitung Heute : Senatsplan zum Wohnungsbau ist nur schwer zu halten

Berlin - Die hoch gesteckten Ziele des Landes Berlin für den Bau von mittelfristig 10 000 Wohnungen jährlich sind gefährdet. Zu wenig Personal bei den Planungsbehörden, Wartezeiten von zwei Jahren auf eine Baugenehmigung, Widerstände gegen Neubaupläne in der Bevölkerung und eine neue Liegenschaftspolitik, die es bisher nur auf dem Papier gibt, bremsen einen zügigen Aufschwung im Berliner Wohnungsbau. 

Wie der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU), der die großen städtischen und privaten Firmen vertritt, am Dienstag mitteilte, werden ihre Mitglieder nur 10 000 Wohnungen bis zum Jahr 2020 bauen. „Es könnten doppelt so viele sein“, sagte BBU-Vorstand Maren Kern, wenn die „Hürden“ in der Verwaltung abgebaut würden und die Berliner mitziehen. Dass dringend neuer Wohnraum benötigt wird, zeigen neue BBU-Zahlen: Bei den 143 Mitgliedsunternehmen stehen nur 2,3 Prozent aller Wohnungen leer, so wenig wie seit 20 Jahren nicht mehr. 

Eine Sprecherin der Senatsbauverwaltung dagegen sprach von „deutlich mehr fertiggestellten Wohnungen und Baugenehmigungen“. Auch werde über mehr Personal für Planungsaufgaben im Senat und in den Bezirken verhandelt. ball

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