Zeitung Heute : Senderfusion derzeit kein Thema

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Eine Fusion von SFB und ORB ist nach Meinung des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen (CDU) "kein Allheilmittel" und auch erst dann ein "erstrebenswertes Ziel", wenn der Zusammenschluß gegenüber dem Bestand zweier Einzelanstalten mehr Vor- als Nachteile verspreche.Während der Aktuellen Stunde des Abgeordnetenhauses zur Situation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Berlin und Brandenburg betonte Diepgen (laut zuvor verteiltem Redemanuskript) auf eine Große Anfrage der Bündnisgrünen hin, daß der Senat gegenwärtig keine Verhandlungen mit der Brandenburger Landesregierung über einen Zusammenschluß der beiden Sendeanstalten aufnehmen werde."Erst wenn begründete konkrete Länderfusionsverhandlungen aufgegriffen werden, kann die Fusion wieder thematisiert werden", so Diepgen.

Positive Fusionsverhandlungen würden zudem voraussetzen, daß der SFB zuvor seine Konsolidierungsmaßnahmen zu Ende führe.Das werde allerdings noch bis zum Ende der Gebührenperiode dauern und mit weiteren Kosten verbunden sein.Jedoch warnte Diepgen mit Blick auf eine gemeinsame Landesrundfunkanstalt vor allzu großer Euphorie.SFB und ORB würden mit einem jährlichen Gebührenaufkommen in Höhe von 580 Millionen Mark noch immer um 45,5 Millionen Mark unter dem Aufkommen des Hessischen Rundfunks liegen, der als "7-Prozent-Anstalt" kaum wahrnehmbare Spuren im ARD-Gemeinschaftsprogramm hinterlasse.Ob sich langfristig eine Fusion überhaupt rechne, sei aufgrund der heterogenen Personal- und Programmsituation in beiden Anstaltungen gegenwärtig nicht abschätzbar.

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