Zeitung Heute : Senioren ins Netz

Bundesweite Schnupperkurse sollen Ängste abbauen

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Je älter, desto seltener online – dieses ungeschriebene Gesetz der Internetnutzung will ein Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Medien gemeinsam brechen. Ziel ist es, mindestens 75 Prozent aller Menschen ab 50 online zu bringen. Bislang ist aber nur ein Viertel dieser Altersgruppe regelmäßig im Internet. Bei 28 Millionen Senioren in Deutschland ist also noch viel zu tun. Am Dienstag stellte das Aktionsbündnis in Berlin seine Projekte dazu vor.

Für Erstnutzer ab 50 bieten die Dresdner Bank, die Gewerkschaft Ver.di, die TelekomTochter T-Com und weitere Träger deutschlandweit Einführungskurse an. Die meisten Kurse sind kostenlos, T-Com berechnet dafür 9 Euro 90. In den dreistündigen Kursen werden Online-Grundkenntnisse vermittelt. Für Internet erfahrene Senioren hat das Bündnis eine Homepage geschaltet. Dort stehen Veranstaltungstipps und Linklisten.

„Das Internet ist ein wichtiges Medium der Teilnahme am öffentlichen Leben geworden“, sagte Christel Riemann-Hanewinckel, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium. Würden Senioren stärker die Möglichkeiten des Internets wie zum Beispiel für Online-Banking nutzen, könnten sie länger ein selbstbestimmtes Leben führen. Auch die beteiligten Unternehmen äußerten großes Interesse daran, möglichst viele ältere Menschen ins Internet zu bringen. Sie hoffen, dass ihnen diese konsumstarke Gruppe auch bei abnehmender Beweglichkeit als Kunde beim Online-Shopping erhalten bleibt. hpi

Mehr Infos:

www.50plus-ans-netz.de

oder per Telefon: 0800-330 21 22.

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