Zeitung Heute : Sicherheit leidet nicht

Um die niedrigen Preise anbieten zu können,

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Niedrige Flugpreise – geht das nicht auf Kosten der Sicherheit? Eine Frage, die immer wieder von den Passagieren gestellt wird. Sie kann heute mit einem klaren Nein beantwortet werden. Die Jets der so genannten Low-Fare-Airlines werden in den Werften der Lufthansa-Technik und anderer großer Luftverkehrsgesellschaften gewartet. Die Billigflieger gehören sogar zu den besten Kunden der Flugzeughersteller, denn sie fliegen auch in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise kräftige Gewinne ein.

Gespart wird an anderer Stelle. Das beginnt bereits beim Vertrieb. Internetbuchungen werden bevorzugt, im Reisebüro, dem eine Provision gezahlt werden müsste, sind diese Flüge häufig nicht zu haben. Gezahlt wird in der Regel bargeldlos, statt des Tickets gibt es nur einen Buchungsbeleg oder eine Reservierungsnummer, die beim Check-in zusammen mit Ausweis oder Reisepass als Nachweis dient.

Das Management wird ebenso wie das eigene Bodenpersonal auf ein Minimum beschränkt, Dienstleistungen werden weitgehend ausgelagert. Um eine möglichst hohe Auslastung zu erreichen, sind die Standzeiten am Boden minimiert. Das erfordert vom Passagier äußerste Pünklichkeit, wer nach Schalterschluss erscheint, hat Pech gehabt.

Niedrigpreis-Airlines beschränken sich darüber hinaus auf den Punkt-zu-Punkt-Verkehr. Aufwändige Anschlussverbindungen werden nicht angeboten, Kombinationen müssen jeweils einzeln gebucht werden. Nachts kehren die Jets zum Heimathafen zurück, das spart Übernachtungskosten für die Besatzungen.

„Linienflüge ohne Schnörkel“ kündigt Germanwings an. Einen kostenlosen Bordservice gibt es bei den Billigfliegern nicht. Die Passagiere sind gerne bereit, für günstige Preise auf solche Angebote zu verzichten, hat Germania-Chef Hinrich Bischoff festgestellt. Für ihn sind Kurzstreckenflüge heutzutage mit einer Busfahrt vergleichbar. Bei den meisten anderen Airlines können Speisen und Getränke an Bord gekauft werden. Nur die Air Berlin und Lufthansa setzen weiter auf ihr klassisches Service-Konzept. du-

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