SINFONIEKONZERTRaschèr Saxophon Quartett und Staatsorchester : Zauberträume

Antje Horn-Conrad

Sagen, Legenden und die seit jeher die Menschen bewegenden Fragen nach dem Woher und Wohin bilden den Ausgangspunkt für eine Vielzahl musikalischer Erzählungen, die den Musikfesttagen an der Oder ihr diesjähriges Motto geben. In klassischen und aktuellen Werken sollen „Legenden“ grenzüberschreitend umgesetzt werden. Unter anderem in den „Phantastischen Zauberträumen“ von Siegfried Matthus, die das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt gemeinsam mit dem Raschèr Saxophon Quartet nicht nur an der Oder, sondern auch in Potsdam an der Havel aufführen wird.

Das musikalische Märchen für Saxofonquartett und Orchester, das 2005 in Kiel aus der Taufe gehoben wurde, hatte Matthus einst für das renommierte Ensemble aus den USA geschrieben. Er reihte sich damit in die lange Liste von Komponisten ein, die sich vom homogenen Klang und der hohen Musikalität der vier Saxofonisten inspirieren ließen. Seit der Gründung des Quartetts durch Sigurd Raschèr vor 40 Jahren ist ein umfängliches Repertoire Neuer Musik entstanden, unter anderem mit Werken von Luciano Berio und Ruth Zechlin, Philipp Glass und Iannis Xenakis. Neben den „Zauberträumen“ von Matthus spielt das Staatsorchester im Sinfoniekonzert unter Lior Shambadal durchweg tänzerische Werke amerikanischer Komponisten. So „The Chairman Dances“, der energiegeladene rhythmische Foxtrott aus der Oper „Nixon in China“ von John Adams, „Medeas Rachetanz“ von Samuel Barber und schließlich die sinfonischen Tänze aus der „West Side Story“ von Leonard Bernstein. Antje Horn-Conrad



Nikolaisaal, Sa 15.3., 19.30 Uhr, anschl. Foyerbegegnungen mit dem Raschèr Quartet, 11-20 €

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