Zeitung Heute : Skoda nun auch im Großformat

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Von heute an steht er bei den deutschen Skoda-Händlern - der Skoda Superb, der größte Skoda, der im letzten halben Jahrhundert auf die Räder gestellt wurde. Es ist schon ein beachtlicher Aufstieg, den die Anfang der Neunziger unters VW-Dach gekommene drittälteste europäische Automobilmarke gerade im letzten Jahrzehnt genommen hat. Seit Jahren steigen die Produktions- und Verkaufszahlen schneller als bei anderen und die Produktpalette wächst. Am Anfang stand, als 1987 die Heckmotorwagen abgelöst wurden, der frontgetriebene Kompaktwagen Favorit. Seine Position hält heute der Fabia. 1996 wagte man den Sprung in die kompakte Mittelklasse, entwickelte auf der Golf-Plattform den Skoda Octavia. Er wurde zum Erfolgsmodell - als Limousine, Combi, Allradler, sportlicher RS und komfortabler Octavia Laurin & Klement. Der war bislang das Top-Modell.

Das ist er nun nicht mehr. Diesen Platz nimmt nun der Superb ein, mit dem Skoda erneut eine Klasse aufsteigt. In der und sogar im Luxuswagenbereich war man früher schon einmal. Aber das ist Geschichte, liegt sechs bis sieben Jahrzehnte zurück. Doch aus jener Zeit stammt der Name Superb.

Mit 4,80 Meter Länge ist der ein beachtliches Auto - nur zwei Zentimeter kürzer als die E-Klasse von Mercedes-Benz und knapp drei Zentimeter länger als ein 5er von BMW. Basis des Superb ist die Plattform des VW-Passat - aber in der in China gebauten verlängerten Version mit einem Radstand von gut 2,80 Meter. Das sind zehn Zentimeter mehr, die vor allem dem Fond zugute kommen. Denn der Knieraum auf der Fondbank ist beachtlich - passt sogar zu einem Auto, in dem man sich chauffieren lässt.

Solche Autos geben sich meist - sieht man einmal von Renault ab - eher konservativ. Das tut auch der neue Superb, dessen Linie zeitlos elegant und frei von modischen Schnörkeln ist - eine klassische Stufenhecklimousine, die mit ihrer kraftvollen Front Respekt fordert. Nicht nur wegen der äußeren und inneren Größe, sondern auch wegen des hohen Komfort- und Ausstattungsniveaus, der Motorisierungen und Fahrleistungen und des hohen Fahrkomforts. Hochwertige Materialien und Oberflächen und eine ebenso hochwertige Verarbeitung bestimmen die Atmosphäre im Superb, den es in den drei Ausstattungsversionen Classic, Comfort und Elegance gibt.

Flott bewegen lässt sich der Superb schon mit der Basismotorisierung, dem 85 kW (115 PS) leistenden drehmomentstarken Zweiliter-Benziner, der den Spurt auf Tempo 100 binnen 11,6 Sekunden und maximal 197 km/h erlaubt. Mit 9,5 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 und 216 km/h erheblich flotter ist der aufgeladene 1,8-Liter mit 110 kW (150 PS) und richtig sportlich gibt sich der 2,8-Liter-V6 mit 142 kW (193 PS), der in 8,0 Sekunden Tempo 100 und 237 km/h erreicht. Alle Benziner gibt es mit Fünfgang-Getriebe, den V6 auf Wunsch auch mit Fünfgang-Automatik mit Tiptronic. Besonders sparsam mit nur 5,7 und 7,0 l/100 km sind die beiden Diesel, die aber alles andere als behäbig sind. Tempo 100 in 10,4 Sekunden 205 km/h erreicht der 1,9-Liter-TDI mit 96 kW (130 PS) und Tempo 100 in 9,5 Sekunden und bis zu 219 km/h der 2,5-Liter-TDI-V6 mit 114 kW (155 PS) - auch ihn gibt es wahlweise mit der Fünfgang-Automatik mit Tiptronic. Der Einstiegspreis für den Superb liegt bei den Benzinern bei 22 390 Euro für den 2.0 Classic und bei den Dieseln bei 24 590 Euro für den 1.9 TDI PD Classic. Die Spitzenmodelle 2.8 V6 Elegance und 2.5 TDI V6 kosten 34 740 und 35 140 Euro.

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