Zeitung Heute : So schneidet auch der Amateur gut ab Billigmesser verderben den Spaß am Kochen

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Profiköche, die für ein „AußerHaus“ die angestammte Küche verlassen, reisen meist mit leichtem Gepäck. Ihre angestammten Messer haben sie aber immer bei sich – denn nichts hemmt professionelles Kochen so sehr wie stumpfe oder falsch konstruierte Messer. Doch auch Amateure sind gut beraten, wenn sie sich nicht von schlechtem Werkzeug den Spaß an der Arbeit verderben lassen.

Das ist, unweigerlich, zunächst eine Frage des Preises. Der Messerblock für 39 Euro inclusive sechs Messern und Wetzstahl erweist sich stets nach kurzer Benutzung als Sondermüll, so billig geht es nicht. Doch es muss auch nicht das kapriziöse, von japanischen Meistern aus 40-lagigem Kohlenstoffstahl handgeschmiedete Edelteil für 250 Euro sein.

Dennoch kommen die Messer, die zurzeit bei Profis den besten Ruf genießen, aus Japan. Es sind die Global-Messer, deren Edelstahl-Griff fugenlos in die Schneide übergeht – Fälschungen und Plagiate überschwemmen längst den Markt in aller Welt. Sie sind sehr leicht, von extremer Schärfe und eignen sich für hohe Arbeitsgeschwindigkeiten; ein profaner Wetzstahl aber ruiniert sie schnell. Sie müssen mit nassen Schleifsteinen wieder in Form gebracht werden. Mittlere Größen kosten um 100 Euro.

Etwas preisgünstiger und schwerer sind die Messer der Serie „type 301“ im Porsche-Design, die ungeübten Benutzern eher besser in der Hand liegen als die Global-Messer. Sie haben den Segen des Fernsehkochs Ralf Zacherl, sind ebenfalls in einem Stück in Edelstahl ausgeführt und ähnlich scharf. Problem: Sie können auf dem Rücken liegen, und die nach oben ragende Schneide ist dann nicht ungefährlich. Hier liegt der mittlere Preis bei etwa 60 Euro. Für alle sehr hochwertigen Messer gilt: Sie haben in der Spülmaschine nichts verloren. Umfassende Informationen gibt es im Internet unter www.kochmesser.de. bm

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