Zeitung Heute : Soldaten erwarten klare Position der Regierung zu Einsätzen

Berlin - In der Debatte um einen verstärkten Einsatz der Bundeswehr in Krisengebieten vor allem in Afrika hat der Bundeswehrverband eine rasche Klärung der Regierungshaltung angemahnt. „Es ist wichtig, dass es eine gemeinsame Position und Sprache nicht nur innerhalb der Europäischen Union, sondern auch innerhalb der Regierung gibt“, sagte der Verbands-Vorsitzende Andre Wüstner.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte sich zuvor zurückhaltend zum Vorstoß der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für ein größeres militärisches Engagement geäußert. Die Frage sei nun, wie sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verhalte, „nicht nur mit Blick auf den Einsatz von Kampftruppen, sondern auch mit Blick auf eine eventuell neue Afrika-Strategie“, sagte Wüstner. Dies sei umso wichtiger, da keine Nation mehr im Alleingang tätig werde, sondern Militärmissionen fast immer im Verbund stattfänden. Deutschland sollte seine eigene Haltung klären und diese als Impulsgeber in die europäische Strategiedebatte einbringen. Die Bundeswehr brauche sich mit ihrem internationalen Engagement nicht zu verstecken, sagte Wüstner weiter. Trotz „laufender Riesenreform“ der Armee seien 5000 Soldaten weltweit im Einsatz.mis

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben