Zeitung Heute : Sonnabend im Tagesspiegel: Organspendeausweise

Rund 12 000 Menschen warten in Deutschland derzeit dringend auf eine neue Niere, ein neues Herz oder eine neue Leber. Der Mangel an Spenderorganen kostet jedes Jahr vielen von ihnen das Leben, weil ihnen nicht rechtzeitig geholfen werden kann.

Am kommenden Sonnabend erscheint die 3. Folge unseres Klinikvergleichs zum Thema Nieren- und Lebertransplantation. Aus diesem Anlass werden an diesem Tag – in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Organspende und der Techniker Krankenkasse – der gesamten Auflage des Tagesspiegels Organspendeausweise beiliegen.

Organspendeausweise sind ein gutes Mittel, bereits zu Lebzeiten zu dokumentieren, ob man nach seinem Tod Organe spenden möchte. Im vergangenen Jahr trugen nur rund sechs Prozent aller Spender einen solchen Ausweis bei sich. Bei rund 67 Prozent mussten die Angehörigen nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen entscheiden – manchmal eine nicht ganz leichte Entscheidung.

Im vergangenen Jahr konnten bei über 1300 Verstorbenen Organe für eine Transplantation entnommen werden – das sind fast 300 mehr als im Jahr 2002. Rund 4140 Leber, Nieren, Herzen oder Lungen retteten anderen Menschen das Leben. Doch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist in Deutschland die Spendebereitschaft mittelmäßig. Hierzulande gibt es 15 Spender pro einer Millionen Einwohner; in Belgien sind es 27 und in Spanien sogar fast 34. Tsp

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