Zeitung Heute : Sorge ja, Panik nein

Der Tagesspiegel

Zwischen 46 000 und 50 000 Frauen erkranken jährlich in Deutschland an Brustkrebs. Jede zehnte Frau muss damit rechnen, dass es sie im Lauf des Lebens trifft. Risikofaktoren wie früher Beginn der Monatsblutungen oder späte Menopause sind nicht zu beeinflussen. Bleibt der wichtigste Risikofaktor für Brustkrebs: das Alter.

Das mittlere Erkrankungsalter liegt heute bei 63,5 Jahren. Mehr als die Hälfte aller Knoten in der Brust werden bei Frauen über 60, ein Drittel bei Frauen über 70 festgestellt. „Eine 65-jährige Frau hat bereits eine dreimal höhere Wahrscheinlichkeit, in ihrem nächsten Lebensjahr ein Mammakarzinom zu entwickeln, als eine 45-jährige", sagt Rolf Kreienberg, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft.

Veränderungen der „Brustkrebs- Gene" verursachen nur etwa fünf Prozent der Erkrankungen. Doch das Risiko einer Trägerin des veränderten BRCA1-Gens, im Verlauf ihres Lebens Brustkrebs zu bekommen, beträgt rund 85 Prozent.

Auch bei der Deutung von Daten ist neben Verharmlosung durch Unterschätzung Panikmache durch Überschätzung der Risiken eine Gefahr. aml

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