Zeitung Heute : SOZIALDRAMA

La Yuma – Der eigene Weg

Armut, Kriminalität und Prostitution bestimmen den Alltag in der Welt von Yuma (Alma Blanco), einer Welt, in der sie sich nicht anders zu behaupten weiß als mit den Fäusten. Sandsäcken und Gegnern im Ring begegnet Yuma mit derselben unbeugsamen Entschlossenheit, mit der sie sich täglich mehr von ihrem rauen Umfeld lossagt: Schroff und starrköpfig präsentiert sich Yuma ihren Mitmenschen, auch denen, die es gut mir ihr meinen. Regisseurin Florence Jaugey gelingt mit ihrem Debütfilm das eindrucksvolle Porträt einer jungen Frau, die sich nicht in ihr Schicksal fügen will. Ganz bei ihrer Protagonistin bleibt die Erzählung, angenehm unheroisch im Vergleich zu Produktionen wie „Million Dollar Baby“. So ist dann aber auch das Ende hier kein sonderlich hoffnungsvolles: Überlebenschancen billigt man Yuma nur in der Rolle der Exotin – im Zirkus. Intensiv. Maris Hubschmid



Nicaragua 2009, 91 Min., R: Florence Jaugey, D: Alma Blanco, Guillermo „Polvorita“ Martinez

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