Zeitung Heute : Sozialhilfe kassiert und Drogen gedealt

Der Tagesspiegel

Frankfurt (Oder). Im Prozess um das größte bislang in Deutschland entdeckte Drogenlabor hat ein Sozialhilfeempfänger den lukrativen Handel mit Ecstasy-Pillen gestanden. Er habe rund 120 000 Stück an fünf bis zehn Dealer verkauft und damit monatlich rund 3000 Mark verdient, räumte der 24-Jährige am Montag am Landgericht Frankfurt (Oder) ein. Das mutmaßliche Mitglied einer deutsch-niederländischen Drogenbande sitzt seit Mittwoch zusammen mit sechs weiteren Männern auf der Anklagebank. Das Drogenlabor bei Hoppegarten war vor einem Jahr aufgeflogen, nachdem verdeckte Ermittler der Polizei 7000 Ecstasy-Tabletten kauften. Der Sozialhilfeempfänger beschuldigte am zweiten Prozesstag den mutmaßlichen Kopf der Bande, einen 44-jährigen Baumaschinisten. Der hatte zu Prozessbeginn ausgesagt, zwei Holländer namens „Harry“ und „Martin“ hätten das Labor in einem von ihm vermittelten Garagenkomplex aufgebaut. Er habe nicht gewusst, was die dort vorhätten. Erst später habe er erfahren, dass es sich um ein Drogenlabor handle. dpa

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