Zeitung Heute : Soziologie: Warum Männer Jüngere wählen

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Rätselhafterweise verbinden sich in Deutschland Damen mit Herren, die im Schnitt etwa drei Jahre älter als sie selber sind. "Dieser Durchschnitt hat sich trotz vielfältiger gesellschaftlicher Umbrüche über Jahrzehnte hinweg kaum verändert", sagt Thomas Klein, Professor für Soziologie an der Universität Heidelberg. Leicht wäre es, dahinter ebenfalls den Wunsch der Frauen nach einem Mann mit großem Sozialprestige zu sehen, an dem er bereits drei Jahre länger gefeilt haben kann, als sie selber - was zutreffen mag. Doch gerade aufgrund des Altersunterschiedes müssen sich Männer nach Partnerinnen in jüngeren Jahrgängen umschauen. So pflanzt sich der ominöse Altersabstand immer wieder selbst fort. "In jedem Alter ist der Anteil der noch ledigen Frauen geringer als jener der noch ledigen Männer", berichtet Klein.

Ein weiterer Befund der Soziologen: Je älter man wird, umso jünger ist im Vergleich der neu gewählte Partner. "Denn umso mehr mögliche Partner im selben Altersbereich sind bereits verheiratet oder in einer stabilen Partnerschaft gebunden", führt Klein aus. Das gelte für Männer und Frauen gleichermaßen. Die "richtige" Konfession zu haben, ist hingegen für die Partnerwahl heute fast unbedeutend.



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