Zeitung Heute : „Spammails niemals öffnen“

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Patrick Heinen arbeitet als Sicherheitsexperte bei Symantec, einem internationalen VirenschutzUnternehmen .

Herr Heinen, warum sollten sich auch private Internet-Nutzer gegen ungebetene Werbemails schützen?

Spam-Mails enthalten mitunter nicht nur Werbung, sondern auch Inhalte, die den Computer schädigen können. Außerdem wird die Mailbox ohne Spam-Schutz ganz schnell unübersichtlich voll.

Was muss man also tun?

Spam ist zu einem so großen Problem geworden, dass man seine E-Mail-Adresse als fast genauso geheim betrachten sollte wie Kreditkartennummern. Wer trotzdem seine Mail-Adresse im Internet angeben will, sollte eine zweite Adresse einrichten, die nur diesem Zweck dient.

Wenn die Spams aber schon in rauen Mengen einlaufen, was dann?

Unverlangt eingesandte Werbemails niemals öffnen. Sofort löschen. Schon das Öffnen kann dazu führen, dass der Versender die Existenz der Adresse bestätigt bekommt. Und dann kennen auch andere Spammer Ihre Adresse schnell. Übrigens gilt für Spam das Gleiche wie für Viren: Vertrauen Sie auch einem bekannten Absender nicht. Passen Absender und Inhalt nicht zusammen, sollten Sie die Mail löschen oder per Telefon nachfragen, ob sie wirklich vom Adressaten stammt.

Was kann ich tun, wenn der Spam-Eingang überhand nimmt?

Viele Internet-Provider bieten Spam-Filter an, die die Mailbox sauber halten. Das hat mitunter aber den Nachteil, dass auch echte Mails gelöscht werden. Bei Anti-Spam-Programmen, die auf dem Rechner installiert werden, haben Sie selbst die Kontrolle, welche Mails Sie behalten wollen. Die Fragen stellte Kurt Sagatz

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