SPD-ERFAHRUNG : Nur einmal probiert

Die SPD hat ihren Kanzlerkandidaten nur einmal per Urwahl bestimmt: 1993 setzte sich Rudolf Scharping gegen Heidemarie Wieczorek-Zeul und Gerhard Schröder durch, verlor aber die Bundestagswahl gegen Helmut Kohl. Seitdem wurde das Instrument nicht mehr eingesetzt. Im vergangenen Jahr wollte Parteichef Sigmar Gabriel dann auch Nichtmitgliedern die Möglichkeit geben, über SPD-Kandidaten abzustimmen. In Gabriels Wahlkreis in Goslar praktiziert die SPD die Bürgerbeteiligung bei Vorwahlen schon. Auf Bundesebene wehrten sich die SPD-Mitglieder aber gegen eine Beschneidung ihrer Rechte. Gabriel lenkte ein, die Parteireform Ende 2011 musste bescheidener ausfallen. hmt

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