Zeitung Heute : SPD-Politiker unter „Klüngel“-Verdacht

Der Tagesspiegel

Senftenberg. Der Senftenberger Beigeordnete Peter Gallasch (SPD) steht unter Korruptionsverdacht. Die Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft Neuruppin und das Landeskriminalamt haben am Montag nach Tagesspiegel-Informationen in einer überraschenden Aktion Privat- und Diensträume des ehemaligen Amtsdirektors durchsucht. Mit der Aktion wurde der Wuppertaler Staatsanwaltschaft offenbar Amtshilfe geleistet. Auf Anfrage bestätigte der dortige Sprecher, dass es einen „personellen Zusammenhang“ zu den Ermittlungen in der Parteispenden-Affäre gegen den Wuppertaler Baulöwen Uwe Clees gebe. Dieser soll als Dank für Gefälligkeiten des Wuppertaler Oberbürgermeisters Kremendahl 500 000 Mark für den Kommunalwahlkampf 1999 gespendet haben, deren Herkunft er und die SPD zum Teil verschleiert haben sollen. Der Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft erklärte, dass es um mögliche Vorteilsgewährung auf Seiten von Clees an Amtspersonen gehe, nicht um eine direkte Verwicklung von Gallasch in die Spendenaffäre. Auch in SPD-Kreisen wird das betont. Angeblich soll Gallasch Clees mit dem ihm gut bekannten Brandenburger Bauunternehmer Fred Noatnick zusammengebracht haben. Noatnick baute dann für Clees Kasernen in Köln um und trat später zum Schein als Spender für seinen Auftraggeber auf. ma

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