Zeitung Heute : SPD-Schatzmeisterin verteidigt eine Auslagerung

In den Tarifstreit bei der "Sächsischen Zeitung" ist am Freitag nach Angaben der Streikleitung erstmals Bewegung gekommen. In einem Sondierungsgespräch mit dem Betriebsrat habe die Geschäftsführung ihr Interesse an der Aufnahme von Tarifverhandlungen signalisiert. Zugleich habe die Geschäftsführung auf der umstrittenen Ausgliederung von sechs Lokalredaktionen beharrt. An dem Blatt (Auflage 360 000) sind der Großverlag Gruner+Jahr zu 60 Prozent und die SPD zu 40 Prozent beteiligt.

SPD-Bundesschatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier hat in einem Brief an die Mitglieder der Bundestags-Fraktion den "Ablauf der Maßnahmen in Dresden als unglücklich" bezeichnet. Nach ihrer Darstellung hat die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG), eine SPD-Unternehmensholding, die Ausgliederung aller 18 regionalen Niederlassungen der "Sächsischen Zeitung" abgelehnt, aber "zur Sicherung von Arbeitsplätzen einem Modell von sechs Niederlassungen in drei GmbHs die Zustimmung erteilt". Erst nach Abschluss dieses Testlaufs, schreibt Wettig-Danielmeier mit Datum vom 2. Dezember, werde zu entscheiden sein, wie dieses Modell zu bewerten sei. Als Gründe der Zustimmung für das "Regionalverlagskonzept" nennt sie ein Betriebsergebnis, das binnen vier Jahren um knapp 80 Prozent gesunken sei.

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