Zeitung Heute : Spezialist für Flugtriebwerke

In Ludwigsfelde werden hoch qualifizierte Fachkräfte gesucht

NAME

Neben Fahrzeugmotoren und Motoren für Schienenfahrzeuge hat Mercedes-Benz schon sehr früh mit dem Bau von Zeppelin- und Flugmotoren begonnen. Und bis heute spielen Antriebe für Luftfahrzeuge eine entscheidende Rolle im Produktionsprogramm. So ist die DaimlerChrysler-Tochter MTU Aero Engines mit derzeit rund 7800 Mitarbeitern der fünftgrößte Triebwerkhersteller der Welt und das führende Unternehmen der Branche in Deutschland. Rund 560 dieser Mitarbeiter sind südlich der Hauptstadt in Ludwigsfelde beschäftigt – beim 1991 gegründeten Instandhaltungsunternehmen MTU Maintenance Berlin-Brandenburg, das sich schneller als erwartet entwickelt und schon 2010 mehr als 1000 Mitarbeiter haben soll – hoch qualifizierte Fachkräfte, die hier Flugzeugtriebwerke in den unteren Schub- und Leistungsbereichen sowie Kleintriebwerke und Industriegasturbinen warten, überholen und reparieren. Zu den Auftraggebern gehört seit dem vergangenen Jahr auch die schwedische Marine.

Doch längst entwickelt Ludwigsfelde weitere Aktivitäten. Denn neben München und Rocky Hill im amerikanischen Bundesstaat Connecticut wird Ludwigsfelde derzeit zum dritten Entwicklungszentrum des Unternehmens ausgebaut. Zu dessen Aufgaben gehört unter anderem die Triebwerkentwicklung für den neuen Militärtransporter A400M. In einer neu errichteten Halle wird auch die europaweite Endmontage aller A400M-Triebwerke erfolgen. Und angesichts seiner hoch modernen Triebwerkprüfstände wird Ludwigsfelde auch für das gesamte Testing verantwortlich sein. Weitere Entwicklungsprojekte sind neuartige Bürstendichtungen und Wärmetauscher, deren Prototypenfertigung bereits angelaufen ist – eine Technik, die bei der übernächsten Triebwerksgeneration zu erheblichen Kraftstoffeinsparungen führen soll. Um diese Aufgaben zu bewältigen, ist man in Ludwigsfelde ständig auf der Suche nach erfahrenen Triebwerksingenieuren und Top-Hochschulabsolventen.

Viel wird zudem in die Ausbildung investiert. Die derzeit knapp 40 Ausbildungsplätze sollen bereits im nächsten Jahr auf 60 erhöht werden. Zudem denkt man auch darüber nach, mit Partnern aus der Region ein Ausbildungszentrum zu errichten. Es könnte bis zu 100 Plätze für die gewerbliche Facharbeiterausbildung sowie die Umschulung und Weiterbildung bereitstellen. ivd

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben