Zeitung Heute : Spitzkohlsalat

Von Carmen Krüger

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Spitzkohl in feine Streifen schneiden und mit einen Esslöffel Salz fünf Minuten kräftig durchkneten. Anschließend spüle ich ihn unterm Hahn richtig heiß im Sieb ab. So zieht das Salz in den Kohl rein und würzt ihn, der Kohl wird weich; und heiß abspülen muss man ihn, damit das Salz wieder wegkommt und er nicht ganz so roh schmeckt.

Ordentlich abtropfen lassen, dann nehme ich 50 Gramm durchwachsenen Speck, schön klein geschnitten, ein bisschen Kümmel und das brate ich in Öl knusprig an, hole den Speck wieder raus und lösche Fett und Öl mit Gemüsebrühe ab.

So drei Esslöffel Brühe auf ein Pfund Kohl, das müsste reichen, aber es hängt davon ab, wie viel Fett sich gebildet hat. Sie werden sehen, 500 Gramm Kohl, wenn der in der Schüssel zusammenklatscht, das ist nicht so viel, wie es sich anhört.

Den Fond schmecke ich mit einer Prise Zucker ab. Erst dann gebe ich ihn über den Spitzkohl und lasse alles gut durchziehen. Ganz zum Schluss tue ich den Speck wieder dazu. Ich liebe es, wenn er möglichst knusprig ist. Einen ordentlichen Schuss Essig drüber – und fertig.

Man kann dann einfach ein gebratenes Würstchen dazu essen oder gar nichts. Durch den Speck ist ja genug dran, und viele essen abends gerne nur einen Salat. Ich mag zum Spitzkohl am liebsten eine schlichte Butterstulle.

Carmen Krüger ist Chefin von Carmens Restaurant in Eichwalde bei Berlin.

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