Zeitung Heute : Staatskanzlei-Beamte surften zu Porno-Seiten

Zwölf Beamte der Bayerischen Staatskanzlei in München und in Berlin sind als "Sex-Surfer" im Dienst-Internet erwischt worden. Der Sprecher der Regierungszentrale, Martin Neumeyer, bestätigte am Freitag abend einen entsprechenden Bericht des "Münchner Merkur" vom Sonnabend. Danach hatten die Staatsdiener an ihrem Arbeitsplatz über längere Zeiträume hinweg immer wieder Erotik-Adressen im weltweiten Netz kontaktiert. Sie erhielten Verwarnungen, ihnen wurde der freie Internetzugang gesperrt.Die Staatskanzlei war, wie der "Münchner Merkur" weiter berichtet, den Sex-Surfern bei einer Routinekontrolle aller Internet-Anschlüsse im Mai auf die Schliche gekommen. Damals wurden alle Internetanschlüsse routinemäßig überprüft, wie das auch bei Wirtschaftsunternehmen üblich ist.Neumeyer bezeichnete das Treiben der Mitarbeiter, die keine leitenden oder persönlichen Mitarbeiter von Kabinettsmitgliedern seien, als einen "nicht hinnehmbaren Mißbrauch", der klar gegen die eindeutigen Dienstanweisungen verstoße. Dem Steuerzahler seien jedoch - anders als im Fall des ehemaligen CSU-Landtagsabgeordneten Hans Wallner - keine zusätzlichen Kosten entstanden, weil für die Nutzung der Leitungen Pauschalverträge bestünden.Wallner war im April wegen teurer Sex-Telefonate auf Kosten des Steuerzahlers von Parlamentsanschlüssen aus zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Verteidigung und Staatsanwaltschaft haben Berufung eingelegt.

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