Zeitung Heute : Start mit der Stufenhecklimousine

ivd

Während die deutsche Ford-Tochter in Köln inzwischen die Talsohle dank einer geschickten Modellpolitik und überzeugender Qualität bereits durchschritten hat, stehen der deutschen General-Motors-Tochter Opel noch harte Kämpfe bevor, wenn sie ihre einst so gute Position in Europa wieder gewinnen möchte.

Ein großer Hoffnungsträger auf diesem Weg wird zweifellos die neue Generation der Mittelklassefamilie Vectra sein, die im nächsten Frühjahr schon bald nach dem großen Debut auf dem Genfer Salon im März an den Start geht. Ein sehr modernes und wegweisendes Auto, bei dem man sowohl für das Fahrzeug selbst auch auch für dessen Produktion hohen Aufwand getrieben und gleich neben dem Opel-Stammwerk in Rüsselsheim Europas derzeit modernsten Automobilfabrik gebaut hat.

Wie der neue Vectra aussehen wird, das zeigten bereits in Ansätzen die in Frankfurt gezeigte 4,64 Meter lange Studie Signum2

die neben markanten Elementen des künftigens Opel-Designs auch durch ihr fortschrittliches Raum- und Innenraumkonzept überzeugte. Nun hat Opel die ersten Bilder des neuen Vectra präsentiert, der erst einmal als viertürige Stufenhecklimousine - weitere Karosserievarianten folgen später - an den Start geht und dabei manche der bereits im Signum gezeigten Elemente übernimmt.

Das gilt zu einem für die bogenförmigen vorderen Kotflügel und die kräftigen Radläufe sowie die hoch sitzenden Scheinwerfer, als auch für neue Fahrzeug-Proportionen. Denn der künftige Vectra ist dank des um sechs Zentimeter gewachsenen Radstands und einer um 52 Millimeter gewachsenen Dachhöhe bei zugleich deutlich verbreiterter Spur geräumiger als sein Vorgänger. Und man darf gespannt sein, welche der im Signum2

verwirklichten Variationsmöglichkeiten für die Sitze vor allem auch im Fond künftig Einzug in die Serie halten.

Auf jeden Fall wird der neue Vectra seine Käufer mit einer völlig neu entwickelten Elektronik-Architektur überraschen, die auch Basis für eine neue intelligente und besonders leistungsfähige Klimatisierungsautomatik in Kombination mit einem Luftgütesensor sein wird. Zudem gibt es ein breites Angebot an High-End-Kommunikationsgeräten, elektrisch achtfach verstellbare Frontsitze oder solche Details wie einen Regensensor und einen Park-Piloten. Und ganz typisch für den neuen Vectra wird sein, dass Opel bei der Innenraumgestaltung sowohl was die Werkstoffwahl als auch deren Verarbeitung angeht, konsequent auf höchste Qualität setzt.

Zur passiven Sicherheitsausstattung des neuen Vectra gehören unter anderem Front- und Seitenairbags, Full-Size-Kopfairbags, das für Opel typische patentierte Pedal-Release-System und weiter verbesserte aktive Kopfstützen, die das Schleudertrauma-Risiko minimieren. Im Bereich der aktiven Sicherheit setzt Opel auf die neueste Generation der Fahrdynamikregelung ESP (Elektronisches Stabilitäts-Programm) in Verbindung mit dem neu entwickelten IDS-Fahrwerkssystem (Interactive Driving System) mit ausgeprägter Fahrdynamik, hohen Sicherheitsreserven und hohem Federungskomfort. Zu seinen Elementen gehören eine neu entwickelte Mehrelenker-Hinterachse, eine kennfeldgesteuerte elektro-hydraulische Servolenkung und zahlreiche Aluminium-Komponeten, die die ungefederten Massen reduzieren.

Beim Motorenprogramm startet Opel mit vier Triebwerken. Die beiden Benziner sind Ecotec-Vierzylinder mit 1,8 und 2,2 Liter Hubraum und Leistungen von 90 und 108 kW (122 und 147 PS). Daneben gibt es zwei Diesel-Direkteinspritzer mit 74 und 92 kW (100 und 125 PS) und erstmals gibt es im Vectra auch eine Fünfgang-Automatik mit Tipp-Funktion, die es erlaubt, auch sequenziell von Hand zu schalten.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar