Zeitung Heute : Steckrübensuppe

Kurt Jäger

Langsam gehen die Wintergemüse aus, doch Steckrüben findet man bis in den Mai hinein. Ich finde diese Suppe wunderbar, sie verbindet das Erdige der Rübe mit der Süße von Möhren.

Für vier Esser schneide ich 800 Gramm geschälte Steckrüben in Würfel, ebenso zwei Möhren und zwei Zwiebeln. Dann gebe ich zwei Esslöffel Olivenöl in einen mittelgroßen Topf, schwitze darin zuerst die Zwiebeln glasig, füge Rübe und Möhre dazu, alles umrühren und leicht mitrösten. Eigentlich könnte ich jetzt mit (Gemüse-, Hühner-) Brühe aufgießen, aber zwei Esslöffel Weißweinessig geben der Sache richtig Pfiff (wer mag: eine Prise Zucker ist auch kein Fehler). Den Essig lasse ich verdampfen, die Säure bleibt ja drin, und diese schmeckt in Verbindung mit Steckrüben gerade richtig. Positiver Nebeneffekt: Das Essen wird bekömmlicher. Etwa einen Liter Brühe reinkippen und 20 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit schneide ich je eine kleine Paprika, rot und gelb, in Würfel. Diese kommen in eine Pfanne, in der ich etwas Olivenöl erhitzt habe, so drei bis vier Minuten darin schwenken, bis das Gemüse nicht mehr roh schmeckt. Nun wird die Rübensuppe mit dem Mixer glatt püriert, in Suppenteller füllen und die bunten Paprikastücke darauf verteilen. Ein Teelöffelchen Kürbiskernöl kann nicht schaden, und Ziegenkäsewürfel würde ich empfehlen.

Kurt Jäger ist Chefkoch im Hotel Haferland auf dem Darß.

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