Zeitung Heute : Stefans Ausstiegsklausel

Die Spielerfrauen in der Geschichte der deutschen Nationalelf: mal Muse, mal Heimchen am Herd. Oder eine Reinkarnation von Gaby Schuster, nur noch blondierter: Martina Effenberg

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Sie wandelte auf den Spuren der großen Gaby Schuster, war allerdings vielleicht noch abgezockter: Martina Effenberg führte jahrelang die Geschäfte für den Gatten Stefan und verhandelte dabei mit einer Härte, die selbst den hartgesottensten Machos in den Vereinsführungen Achtung abnötigte. Bayerns Manager Uli Hoeneß etwa leierte sie eine Ausstiegsklausel und ein fürstliches Gehalt aus den Rippen. Daneben inszenierte sie sich allerdings gekonnt als Querulantin. Im WM-Quartier 1994 gab sie gemeinsam mit Schminkpartnerin Bianca Illgner eine veritable Hotelzicke und machte Teamchef Berti Vogts derart die Hölle heiß, dass der sich genötigt sah, das Ehepaar Effenberg unter Stinkefinger-Vorwand nach Hause zu schicken.

So maßgeblich sie auch zu Stefans Karriere beigetragen hatte, so kaltblütig wurde sie vom undankbaren Gatten aufs Altenteil geschickt. Die Trennung geriet zum boulevardesken Lustspiel. Während er beteuerte, man habe „unwahrscheinlich viel geredet, sehr gut geredet“, wusste sie von der Liaison mit Konkurrentin Claudia nach eigenem Bekunden „überhaupt nichts“. Seither ist es bedauerlicherweise etwas ruhiger um die Ex-Gattin geworden, wir warten sehnsüchtig auf ihre Memoiren. Martina ist sich sicher: „Das würde ein Hit, ein Knaller“ Wir haben nicht den geringsten Zweifel.

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