Zeitung Heute : Steinbach entschuldigt sich

Berlin - Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach (CDU) hat ihre umstrittene Kritik am Deutschland-Berater der polnischen Regierung, Wladyslaw Bartoszewski, zurückgenommen. „Ich bedaure meine Äußerungen über Herrn Bartoszewski, die in Polen und Deutschland für so viel Aufsehen gesorgt haben, und ziehe sie zurück“, sagte Steinbach der „Bild am Sonntag“.

Sie sei in den letzten Jahren oft gefragt worden, warum sie sich gegen Bartoszewskis Angriffe nicht zur Wehr setze. „Die Tatsache, dass Bartoszewski ein besonders schlimmes Schicksal unter den Nationalsozialisten erlitten hat und seine Leistungen für das deutsch-polnische Miteinander ließ mich alles hinnehmen“, sagte sie. „In der vorigen Woche hat sich das bei mir – eher ungewollt – Luft verschafft. Das war aus vielerlei Gründen verkehrt.“ Zugleich forderte sie Bartoszewski auf, sein Verhalten ihr gegenüber zu überdenken.

Der Gründungsdirektor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Manfred Kittel, stellte am Samstag in Berlin Grundlinien der Konzeption für die künftige Dauerausstellung im „Deutschlandhaus“ am Anhalter Bahnhof vor. Flucht und Vertreibung gehörten „zu den schwerwiegendsten Erfahrungen in der deutschen Geschichte“, sagte Kittel. Die Stiftung wolle aber Opfer „ethnischer Säuberungen“ im gesamten 20. Jahrhundert in den Blick nehmen.sc

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