STEUERPARADIES SCHWEIZ : 2330 Milliarden Euro Auslandsgeld im Safe

Ende 2012 verwalteten Banken in der Schweiz Vermögen in Höhe von mehr als 2800 Milliarden Schweizer Franken (2330 Milliarden Euro) aus dem Ausland – mehr als jeder andere Finanzplatz. Das Schweizer Bankgeheimnis forciert den Zustrom von Geldern aus dem Ausland – das Schweizer Bankgeheimnis schützt die Kunden, darunter viele Deutsche, vor unangenehmen Fragen über den Ursprung ihres Geldes. Der letzte Versuch zwischen Deutschland und der Schweiz, ein Steuerabkommen abzuschließen, scheiterte vor gut einem Jahr. Die Vereinbarung war schon unterschrieben, doch die rot-grüne Mehrheit im Bundesrat sagte Nein. Im Kern sollten Schwarzgelder deutscher Kunden auf Schweizer Konten anonym nachversteuert werden. Ab 2013 dann wären die Erträge deutscher Kunden in der Eidgenossenschaft genauso besteuert worden wie in der Bundesrepublik. Seitdem bauen deutsche Behörden vor allem auf zwei Konzepte, um Steuersünder zu überführen: Sie kaufen Bankkunden-CDs und sie hoffen auf Selbstanzeigen. Zudem leistet die Schweiz in bestimmten Fällen Amtshilfe nach internationalen Standards. Selbst wenn es einen neuen Anlauf geben sollte: Bis ein neues Abkommen Bern – Berlin unter Dach und Fach ist, könnten Jahre vergehen. jdh

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